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Die Frühtrachtsorten - Frühtracht ist alles was vor der ersten Ernte im
Jahr, also im April und Mai von den Bienen gesammelt und reif gemacht wird. Es ist immer der Nektar von den Obstblüten dabei, vom Löwenzahn und von sehr vielen anderen Frühlingsblühern.
Der Honig Frühtracht mit Obstblüte Nr 1 kommt an meinem Bienenstand zu hause in
Impekoven zu Stande und bei den Bienenvölkern, die in der Stadtgärtnerei in Dransdorf stehen und auch in Friesdorf. Der Geschmack ist mild mit einem runden, warmen Aroma.
Auch mit einer starken Rapskomponente gibt es diese Sorte in manchen Jahren. Ich stelle aber keine Völker direkt in den Raps (wo gibt’s hier Bio- Raps?)
Der Honig Frühtracht mit Rosskastanie Nr 2 kommt an meinem
Bienenstand in der Nussallee in Bonn zu Stande. Bonn ist ja eine Parkstadt und die Rosskastanien mit Ihren weißen oder roten Blütenkerzen sind eine Pracht. Wenn die Miniermotten die Bäume
nicht zu sehr geschwächt haben im Jahr davor, entsteht dieser sehr helle Honig mit etwas stärkerem Geschmack (nicht verwechseln mit Edelkastanienhonig - die Bäume sind nicht verwandt.)
Der Honig Frühtracht mit Löwenzahn Nr 3 entsteht im Kottenforst
nahe den Annaberger Wiesen. “Je gelber desto Löwenzahn” Für die wahren Honigkenner! Kräftiger Eigengeschmack, der aber z. B. im Tee nicht dominiert. Manche empfinden diesen Geschamck als
honigfremd oder künstlich. Soll mir recht sein! Ess ich sowieso lieber selber, als dass ich alles verkaufe:
Die Sommertrachtsorten - Sommertracht ist das, was die Bienen im Juni und Juli zusammen
tragen. Ab Mitte Juli ist hier im Raum Bonn keine Honigzunahme in den Völkern mehr zu erwarten. Die Lindenblüte ist in desen Honigen immer dabei.
Der Honig Sommertracht mit Lindenblüte Nr 4 entsteht an meinem Stand in Impekoven (Chausseebäume) und an Ständen im Kottenforst. Der Honig ist eher hell und der Geschmack streng, leicht
bitter. Wird auch von manches als honigfremd empfunden - seltsam. Den einen typischen Honiggeschmack gibt es nicht. 2003 gab es diesen hellen Honig nicht.
Der Honig Sommertracht aus Bonn Nr 5 ist von den Ständen
Nussallee oder Stadtgärtnerei. Honig ist nicht in jedem Jahr gleich. Mal heller mal dunkler - immer reich im Geschmack durch die Vielfalt der Parkbäume und Gartenblumen. Lindenblüte ist dabei und der Götterbaum.
Der Honig Sommertracht aus dem Kottenforst Nr 6 entsteht im
Wald, wo neben Linden auch z. B. Brommbeeren und Himbeeren blühen und viele andere Wildkräuter. Den Faulbaum schenkt sein Aroma dazu.
Der Wald- und Blütenhonig aus dem Kottenforst Nr 7 ist auch aus
Blütennektar entstanden und dazu haben die Bienen Honigtau gesammelt und verarbeitet. Das ist von Blattläusen gefilterter Plfanzensaft, von dem auch die Ameisenleben. So dunklen
Waldhonig wie etwa im Schwarzwald haben wir hier nie. Die Blütenpracht im Kottenforst bekommt den Bienen dafür aber besser. Der “Wald” Geschmack - so leicht lakritzig - malzig ist deutlich zu merken.
Diesen Honig habe ich leider nicht mehr im Programm. 60 Km in
die Eifel und 60 Km zurück rechnen sich nicht und ist zu gefährlich (Motorradrowdys u.a.). Der Wiesenblütenhonig Nr 8 ist der Stolz der
Eifel. Einige Bienenvölker brachte vor Jahren ich von Mai bis August ins “Ländchen” bei Reifferscheid in der Gemeinde Hellenthal - eine Superblütenprachtwiesengegend ***** Neben dem Klee, dessen
Nektar den Honig mild macht, hat er sein reiches Aroma von etwa 40 Wildblumen. Ein heller Honig der sehr eigenwillig auskristallisiert. Mein Betreibsaufwand war hierbei deutlich höher
(60 km eine Fahrstrecke.) Gibt es also nicht mehr von meinen Bienen.
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