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Gesundheit der Bienen

WALD UND WIESEN IMKEREI OLAF MĂśLLER

  Bienengesundheit / Faulbrut und Futterkranzproben / Varroa- Milben / Viren - Kaschmirvirus

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Bienengesundheit ;

Wer zu knauserig ist ein Buch zu kaufen, sollte keine Bienen halten z.B. Pohl, Bienenkrankheiten, Kosmos Verlag oder Ritter, Bienenkrankheiten,
Ulmer Verlag Buchtiltel Bienenkrankheiten

Die Bienen sind selten krank.
Sie haben einige Tricks, den Widrigkeiten der Natur Schnippchen zu schlagen. Sie werden nicht alt. Arbeiterinnen werden im Sommer höchstens sechs Wochen alt, im Winter können sie bis zu sieben Monate durchhalten. Mit den toten Tieren werden immer auch mögliche Keime aus dem Volk entfernt. Bienen putzen sehr fleiĂźig. In einem Gewusel von 60´000 Tieren und sechsmal mehr Beinchen und bei der Wärme, Feuchtigkeit und HonigsĂĽĂźe mĂĽsste doch eigentlich alles total verschimmeln — tut es aber nicht, weil Bienen Putzengel sind. Ihr bestes Putzmittel ist Harz, das sie von Knospen sammeln. Dazu geben sie noch eigene Wirkstoffe. Wir nennen es Kittharz oder Propolis. Es wirkt gegen Pilze, Bakterien und Viren.

Nun ist die Natur nicht doof und duldet keine Schwachen und Putzfaulen. Es gibt einige Bienenkrankheiten die gelegentlich Aufräumen. Imker müssen lernen, wie sie vorbeugen können. Hier sei genannt: keine piepsigen Völkchen durch päppeln, die doch nicht in die Gänge kommen. Und die Völker wachsen lassen im Frühjahr. Die Bienen sind so sehr Naturwesen und nicht überzüchtete Haustiere, dass ein falsch verstandener Sozialgedanke sie nur ins Verderben brächte.

 


Verfaulte Brut zieht Fäden

Die Faulbrut.Wer diese Fäden oder diese Schorfe findet, muss es melden

ĂĽrbig bleibt festsitzender Schorf

Zwei Bienenkrankheiten machen dem Imker aber auch Sorgen: die Faulbrut und die Milbenseuche Varroatose.  

Die Faulbrut (bösartige oder amerikanische genannt).

Kein Mensch sollte Bienen halten, der  diese Seuche nicht im FrĂĽhstadium in seinen Völkern erkennt. Vorbeugen lässt sich durch konsequentes erneuern der Waben, durch starke Bienenvölker, die gut putzen und einen kräftigen Bienenumsatz haben. Honig von unbekannter Herkunft, darf nicht an die eigenen Bienen gefĂĽttert werden – könnten Keime drin sein (die fĂĽr Menschen aber völlig ungefährlich sind.) Ein ungespĂĽltes Glas vom Mexikohonig im Glascontainer macht aber noch kein Volk krank. Bienenschwärme könnten Keime mitbringen. Man lässt sie im Schwarmfangkäfig zwei Tage im Dunkeln stehen, damit sie ins Hungern geraten. Wenn die Bienen dann wieder fliegen dĂĽrfen, sind die Keime in der Kotblase und werden raus getragen. Denn: Bienen machen ihr Geschäft nie im Haus!

Verwaiste Bienenstände auch bitte verpetzen. Oft sind sie Seuchenherde

Verwahrloste Bienenkästen.

Futterkranzproben:
Die wichtigste Vorbeugung gegen die Faulbrut hat uns vor ein paar Jahren die Wissenschaft beschert. Wir können eine kleine Probe aus den Futtervorräten untersuchen lassen. Alle meine Bienenvölker hatten zum Beispiel  im März 2001 keine Keime der Faulbrut! Und werden bei solchen Tests Keime gefunden, kann man die Bienen von ihren Waben nehmen und sie auf frischen Waben neu anfangen lassen (Kunstschwärme.) Bricht die Seuche doch mal aus, muss der Imker das sofort den Veterinärbehörden melden (auch schon den Verdacht.) Kranke Völker werden getötet (geht in 15 Sekunden mit Schwefel) und Völker mit wenigen Keimen können als Kunstschwärme gesund werden. Im Umkreis von ca. 3 Km werden alle Bienenstände untersucht. Bei Pferden soll es etwa 30 meldepflichtige Sachen geben — bei den Bienen nur diese eine! Bienen dĂĽrfen aber nicht ohne Meldung an die Veterinärämter gehalten werden und nicht ohne Untersuchung und Meldung woanders hin gebracht werden. 

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Varroatose

Vor gut 20 Jahren wurden aus Asien Milben eingeschleppt. Dort leben sie auf einer anderen Bienenart und das Verhältnis Wirt/ Parasit hält sich dort die Waage. Die in Europa heimischen Bienen wĂĽrden ohne Hilfe der Menschen aussterben. Es kann noch Jahrhunderte dauern bis unsere Bienen es gelernt haben werden mit diesen Milben umzugehen. Völker, die nicht behandelt werden gehen nach etwa drei Jahren ein. Die Milben ĂĽbertragen auch Viren. Soweit darf es möglichst gar nicht erst kommen. Was können Varramilben auf Bienenlarvewir tun? Bayer und Sandoz und andere hatten bald die passenden Mittelchen im Angebot. Die kĂĽnstlichen Medikamente sind aber auch fĂĽr Menschen nicht ganz harmlos. FĂĽr Bio- Imker also Tabu! Den Vögeln  hat man eine naturnahe Bekämpfung von Milben abgeschaut. Der Eichelhäher lässt seine Feder von Ameisen mit deren Säure einsprĂĽhen. Das hilft gegen Federmilben. Nun wird sich keine Biene eine Ameise mit nach Hause bringen, wo die Varroa- Milben ihr Unwesen treiben. Die Ameise könnte ja ihr Kind beiĂźen. Imker haben gelernt nach der Honigernte Ameisensäure in der richtigen Konzentration in den Völkern verdunsten zu lassen, Logo und Link Nassenheiderohne den Bienen zu schaden und die Zahl Milben so zu senken, dass die Bienen zurecht kommen. Ameisensäure bildet keine RĂĽckstände im Wachs oder Honig. Ich setze seit Jahren mit Erfolg den
NASSENHEIDER VERDUNDSTER   ein.             
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Neu: der Varrox Oxalsäure Verdampfer zur Nachbehandlung der Völker im Winter. Alle warten auf die Zulassung dieser Methode! Die Behörden sollen bitte nicht erst so lange fackeln, bis noch mehr Bienen tot sind. Die Oxalsäureverdampfung killt mehr Milben, die Bienen vertragen es gut und es macht keine Rückstände im Honig, Wachs oder Propolis. Die Imker sind auch nicht gefährdet, wie neuste Untersuchungen sagen. In Österreich ist’s schon erlaubt. Felix Austria!

 

INFOS
zum Nachlesen
fĂĽr Imker
und andere
Honigfreunde

Viren

Meldung aus dem Imker Infobrief der SLVA Bienenkunde Mayen vom 28. März 2003:
Kaschmir-Bienen-Virus (KBV) in Deutschland.
Nach Untersuchungen unserer Kirchhainer Kollegen wurde in hessischen Bienenvölkern jetzt das Kaschmir- Bienen- Virus festgestellt. Welche Folgen dies haben wird ist derzeit noch nicht abzusehen. Für Rheinland-Pfalz und die Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf prüfen wir derzeit die Initiierung und Durchführbarkeit eines Untersuchungsprogramms.

Was bedeutet das fĂĽr uns Bienenfreunde?
Zu den Viren, die unsere Bienen schon jetzt killen, kommt ein weiteres dazu.
Sackbrutvirus, StĂĽmmelflĂĽgelvirus, Paralysevirus und andere.
Wie gefährlich ist das neue?
dazu Dr. Ritter:
Infektionen durch das Kaschmir- Bienen- Virus
Das Kaschmir – Bienen – Virus identifizierte man ursprĂĽnglich nur auf Apis cerana. Einen anderen Typ des Virus fand man in Neuseeland und Australien. Beide unterscheiden sich nur wenig in Ihrer Pathogenität. Sie können A. mellifera sowohl ĂĽber die Körperoberfläche als  auch subkutan infizieren. Die adulten Bienen sterben nach wenigen Tagen. Larven, die das Virus ĂĽber das Futter aufgenommen haben, zeigen als Adulte keine Symptome. Das Virus ist vermutlich weiter verbreitet, als bisher angenommen. Letale Effekte treten aber erst dann auf, wenn es zusammen mit Nosema apis oder Melissococcus pluton vorkommt. Das Virus gelangt dann ĂĽber das geschädigte Darmepithel in das andere Gewebe. Vermutlich kann das Virus ähnlich wie das AP- Virus (akute Paralyse Virus) durch die Varroamilbe ĂĽbertragen werden. Wegen der auĂźerordentlichen Pathogenität des KB- Virus besteht eine groĂźe Gefahr, wenn sich beide Verbreitungsgebiete ĂĽberschneiden.
adult = erwachsen, letal = tötlich, pathogen = krank machend
aus Wolfgang Ritter, Diagnostik und Bekämpfung der Bienenkrankheiten
Gustav Fischer Verlag  Jena 1996 ISBN 3- 334- 61021- 7

Was ich verstehe: Sind die Bienen gesund und stark, passiert nichts. Piepsen sie dahin, schlägt der Virus zu. Nosema verhindern wir, indem wir nur richtig starke Völker einwintern.
Das “Bienensterben”, das in Herbst und Winter 2002 grassierte, lässt sich nicht allein auf den KBV schieben. In der Kombination mit den Varroamilben kann es aber die Hölle bedeuten.

 

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