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WALD UND WIESEN IMKEREI OLAF MÜLLER zurück zu AKTUELLES >Bienen schützen vor Feuerbrand
>Feuerbrand in Meckenheim >Bienensterben >Bienenimporte aus Chile >GAZ über Importbienen 5.4.2003 >Imker sind gegen Bienenimporte
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aus 24.8.2002 Bonner Rundschau täglich lesen!
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Bisher kein Gegenmittel gegen Schädling (>neu Erzwespen können Kastatienbäume retten - LINK<) Gierige Motte frisst die Kastanienbäume kahl
Bonn. Besorgte Blicke von Passanten und Anwohner gehen auch in diesem Jahr wieder in die Kronen der weiß blühenden Kastanien an der Poppelsdorfer und der
Baumschulallee, am Kaiserplatz, im Hofgarten, in der Süd- und der Weststadt. Denn nun schon im dritten Jahr sind die Bäume von der aus Mazedonien eingeschleppten Kastanien-Miniermotte befallen.
Ein Gegenmittel ist noch nicht gefunden oder kann wegen der angrenzenden Wohngebiete nicht eingesetzt werden.
Dieter Fuchs, der Chef des Servicebetriebes Stadtgrün, sieht auch in diesem Jahr nur die Möglichkeit, wie bereits 2000 und 2001, das befallene Laub im Herbst konsequent einzusammeln und in der
Müllverwertungsanlage (MVA) zu verbrennen.
Nachdem im vergangenen Jahr - bis auf die Baumschulallee - ein verminderter Befall beobachtet worden war, hatte
die Motte, die pro Jahr drei Generationen bildet, bis auf wenige Ausnahmen wieder voll zugeschlagen - vor allem dort, wo das Laub nicht eingesammelt worden war. Auch beobachtet Dieter Fuchs bei jenen
Kastanien auf der Poppelsdorfer Allee, im Hofgarten und auf dem Alten Friedhof, denen das Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Rheinland Gegengifte in den Wurzelbereich injiziert hatte, eine
leichte Besserung der Situation. Rot blühende Kastanien werden zwar auch von der Miniermotte befallen; die Larven können sich hier jedoch wegen bestimmter Hemmstoffe im Blattgrün nicht entwickeln.
Die Larven der Miniermotte saugen den Saft der Blätter und bohren Gänge durch das Blattgewebe, und das in drei
Generationen zwischen April und Oktober. Ein Mottenweibchen legt pro Jahr zwischen 30000 und 40000 Eier. Es kommt zu einer Überpopulation. Die Blätter werden bereits im Juli/August braun und fallen ab.
In der schnellen Vermehrung liegt das Hauptproblem, denn die natürlichen Feinde der Motten (etwa Schlupfwespen) können nur etwa zehn Prozent des Mottenbestandes vernichten.
Laut Dieter Fuchs werden die Kastanien zwar durch den Mottenbefall leicht geschwächt; sie seien aber nicht in
ihrer Existenz bedroht, wie das Beispiel aus Städten zeige, in denen der Mottenbefall bereits seit vielen Jahren registriert wird.
Da die Forschungen des Planzenschutzamtes der Landwirtschaftskammer Rheinland in Verbindung mit dem Institut für
Pflanzenkrankheiten und dem Pharmazeutischen Institut der Uni Bonn noch zu keinen durchschlagenden Ergebnissen geführt haben, bleibt auch in diesem Jahr nichts anderes übrig, als das befallene Laub
einzusammeln. 2001 hatte der Servicebetrieb Stadtgrün damit schon Anfang August begonnen; in diesem Jahr soll die Aktion erst in den nächsten Wochen starten.
Dieter Fuchs weist erneut darauf hin, dass Privatleute das befallene Laub von den Kastanien in ihren Gärten nicht
kompostieren sollen, weil die Kapazität der privaten Komposthaufen nicht ausreiche, soviel Hitze zu entwickeln, dass die letzte Brut des Jahres vernichtet wird. Sie überwintert dann. Privatleute sollen
das Laub in der grauen Restmülltonne entsorgen oder in beschrifteten blauen Säcken bei der Abfuhr neben die Restmülltonnen zu stellen. Das Laub kann auch am Straßenrand gelagert werden und wird dann
von den Mitarbeitern von "Stadtgrün" entsorgt.
Die in Bonn ebenfalls millionenfach auftretende wollige Napfschildlaus auf den Ästen der Kastanien schädigt die
Bäume laut Servicebetrieb Stadtgrün nicht. Sie sorgt wegen ihrer klebrigen Aussonderungen, die sich auf den parkenden Autos ablagern und mit Staub vermischen, lediglich für Ärger - und gute Geschäfte der Waschanlagen.
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siehe auch > Archiv:
Feuerbrandbekämpfung mit Antibiotika im Obstbau "unter Auflagen"<
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Pressemitteilung des Schweizerischen Bienenzüchterverbandes, 10.2.01
Bienen schützen vor Feuerbrand-Infektionen Link>Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Die Honigbienen sind nicht nur unentbehrliche Bestäuberinnen von Obst und Blütenpflanzen, sondern sie werden in Neuseeland und USA auch als Doktoren beim Feuerbrand auf
Obstbäumen eingesetzt. Noch fehlen aber Forschungsmittel, damit diese biologischen Bekämpfungs-massnahmen auch in der Schweiz praxisreif werden.
Der Schweizerische Bienenzüchterverband
VSBV/FSSA erwartet vom Bund und seinen Forschungsanstalten eine rasche Zusage und flexible Forschung, die biologische und alternative Bekämpfungsmassnahmen für die Praxis zu prüfen. Ein
interdisziplinäres Forschungsprojekt zusammen mit den Imkern wurde auch in einer Petition im Nationalrat gefordert und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) in Frick hat kürzlich auf
die Möglichkeit der Botrytis-Bekämpfung bei Erdbeeren durch Hummeln und Bienen hingeweisen und vermehrt Mittel für gezielte, biologische Pflanzenschutzmassnahmen gefordert.
Wie bei der
Botrytis-Bekämpfung könnten Honigbienen bei der Feuerbrandbekämpfung eingesetzt werden. Sie übertragen in ihrem Haarpelz antagonistische Bakterien wie Bazillus subtilis, die gegen den
Feuerbrand-Erreger Erwinia amylovora antreten und diesem den Infektionsweg durch die Obstblüte verbarrikadieren. Das biologische Pflanzenschutzmittel «Biopro» mit dem Wirkorganismus Bazillus subtilis
haben die Bundesämter vor knapp einer Woche frei gegeben. Es müsste nun den ausfliegenden Bienen als Pulvergemisch mit Blütenstaub vorgelegt werden, damit sie es auf die Stempel in den Obstblüten
tragen – im Kampf gegen die gefährlichen Feuerbrandbakterien. In Neuseeland und USA wurden bereits Erfahrungen gesammelt. Die «Bienen-Dotkoren» wurden aber noch nicht in Schweizerischen Obstanlagen
eingesetzt, obwohl es vordringlich ist, alle Massnahmen zur Eindämmung des Feuerbrandes anzugehen. Damit könnte auch auf die unsinnigen Fällaktionen wertvoller Hostamm-Obstbäume verzichtet werden.
Von Seiten der notgeplagten Obstbauern, die enorme Verluste infolge Feuerbrand in ihren Obstanlagen zu beklagen hatten, steigt der Druck auf die Zulassung von Streptomycin, einem Antibiotika, das im
nahen Ausland zeitlich beschränkt zugelassen ist. Für die Schweizer Qualitätsproduktion ist aber der Einsatz von Antibiotika ein Bumerang. Auch geringste Spuren des Handelspräparates «Plantomycin»
mit dem Wirkstoff Streptomycin könnten in Honigen gefunden werden, wie dies im süddeutschen Raum schmerzlich festgestellt werden musste. Unerlaubte Antibiotikaeinsätze werden durch die Bienen in noch
so kleinen Mengen registriert.
Der Konsument wünscht keine Lebensmittel, die mit Hilfe von Antibiotika erzeugt worden sind. Wird Antibiotika dennoch eingesetzt, führt dies unweigerlich in die
Sackgasse, denn die Bakterien werden durch ihre rasche Plasmid-Vererbung resistent, was ein zusätzliches Risiko für den menschlichen Organsimus im Krankheitsfall darstellt. Für die Schweizer Obst- und
Honigproduzenten käme damit eine Antibiotika-Anwendung einem Rufmord gleich. Es geht darum, das Vertrauen des Konsumenten in die sorgfältige, naturnahe Produktionen zu erhalten.
Allein schaffen
dies die Obstbauern und Imker nicht. Die Problematik des Feuerbrandes ist zu gross und zu vielschichtig. Es braucht interdisziplinäre Forschung und Unterstützung durch die Bundesstellen. Diese müssen
nun den Tatbeweis für eine ökologisch ausgerichtete Agrarpolitik erbringen.
Auskünfte erteilen: Berchtold Lehnherr VSBV/FSSA, Schwarztorstrasse 7, 3007 Bern Tel. 031/371 40 34, Fax 031/371 40 96 e-mail:info@swissbee.ch http//www.swissbee.ch
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siehe auch > Archiv:
Feuerbrandbekämpfung mit Antibiotika im Obstbau "unter Auflagen"<
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täglich lesen: BONNER General Anzeiger
Obstbauer lässt Apfelplantage niederbrennen
Zwei Hektar zwischen Rheinbach und Meckenheim waren mit dem Feuerbrand-Erreger infiziert. Die Rauchschwaden waren weithin zu sehen
Roland Kohls
Meckenheim.
Die Apfelbäume der zwei Hektar großen Plantage waren gerodet und mit einem Bagger auf zwei große Haufen zusammengeschoben worden - und am Dienstag brannten sie lichterloh.
Die Bäume
waren mit der Pflanzenkrankheit Feuerbrand infiziert. Foto: Lannert
Von der Landstraße 158 zwischen Meckenheim und Rheinbach nahe der Autobahnzufahrt war den ganzen Tag über - von
10 bis 16 Uhr - eine große Rauchwolke zu sehen. Gegenüber der Obstversuchsanlage "Klein-Altendorf" vom
Obstbau-Institut der Universität Bonn war eine Apfel-Plantage mit Feuerbrand infiziert und musste niedergebrannt werden.
Feuerbrand ist eine meldepflichtige Pflanzenkrankheit, die vor allem Apfel- und Birnbäume befällt, aber auch andere Bäume
und Sträucher. "Es ist aber keine Panik angebracht", beruhigte Adrian Engel vom Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Rheinland in Bonn.
Das Bakterium benötige spezielle Umweltbedingungen, um sich zu vermehren, die in den vergangenen Jahren nicht
gegeben waren. In der Regel würde das Bakterium durch Regen oder Insekten während der Blütezeit übertragen. In den
Trieben und Blättern vermehrt es sich dann. "Die werden richtig dunkel schwarz und sterben ab", erklärte Engel. Zusätzlich
trete ein "Bakterienschleim" aus. Momentan sei an den Pflanzen aber nichts zu erkennen. "Erst im Frühling", so Engel, "ist eine genaue Diagnose möglich".
Wie hoch der wirtschaftliche Schaden genau ist, konnte der betroffene Meckenheimer Obstbauer, Werner Brück, noch nicht
sagen. Dass der Verlust enorm sein wird, ist ihm jedoch schon heute klar: "Die Bäume waren gerade zwölf Jahre alt - im besten Ertragsalter."
Die Pflanzen seien schon seit längerem auch durch andere Krankheiten geschwächt gewesen, doch jetzt kam der
Feuerbrand dazu. "Zum Glück durften wir die Äpfel im Herbst noch ernten", meinte Brück. Nachbarfelder mit Obstbäumen seien nicht von der Baumkrankheit befallen.
Vor etwa einem Monat wurde die Plantage gerodet, das bedeutet: "Die Bäume wurden mit einem schweren Bagger
niedergewalzt", erzählte der Garten- und Landschaftsbauer Heinz Nolden, der gestern das schwere Räumfahrzeug bediente.
Dann mussten die Bäume mehrere Wochen trocknen, um die Rauchentwicklung während der Vernichtung gering zu halten,
und damit möglichst wenig giftige Dämpfe entstehen. Nolden meinte: "Wegen des gefrorenen Bodens ist der Zeitpunkt jetzt günstig, um die Pflanzen zu verbrennen."
(10.12.2002)
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Bienensterben beunruhigt Imker aus: Bonner Rundschau täglich lesen!
Von CHRISTINA NEUHAUS
10.03.2003 19:32 Uhr
RHEINLAND. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen verlassen die Bienen ihre Winterquartiere. Doch es sind deutlich weniger als
noch im Frühling zuvor. Die Imker im Rheinland sind beunruhigt. Immer mehr unter ihnen müssen feststellen, dass ihre Völker den Winter nicht überlebt haben. Bundesweit hat seit dem Spätsommer vergangenen Jahres
der Befall mit der so genannten Varroa-Milbe deutlich zugenommen. Das Rheinland gehört zu den stark betroffenen Regionen.
„Wir rechnen hier mit Verlusten von bis zu 40 Prozent“, sagt Alfred Schulz, Leiter des Fachbereichs Bienenkunde an der
Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt Ahrweiler / Mayen. „Ganze Ortschaften werden bald bienenleer sein“, schätzt er.
Noch sind sich die Fachleute nicht einig, ob an den vielen toten und kranken Bienen wirklich die Milbe schuld ist. „Das muss
erst noch untersucht werden“, sagt Doris Kull, Pressesprecherin des Deutschen Imkerbundes. Es gebe ein überdurchschnittlich großes Bienensterben, aber genaue Ausmaße und Gründe seien noch unklar. Nächste
Woche starte der Imkerbund deshalb eine Umfrage unter deutschen Imkern.
Dete Papendieck, Imkermeister am Institut für Bienenkunde der Uni Bonn meint, dass sich die Gründe für das Bienensterben
„nicht auf einen Faktor beschränken“ lassen. Unter den Bienenkrankheiten sei die Milbe aber „das Problem Nummer eins“. Es gebe „kein Volk mehr“, was noch nicht mit ihr in Kontakt gekommen sei.
Alfred Schulz ist sich schon jetzt „sehr sicher“, dass die Milbe das Bienensterben verursacht. Dass sich der Parasit so
stark ausbreiten konnte, hat unterschiedliche Gründe. „Es gab Ende vergangenen Jahres viele kalte Wochen, in denen die Bienen wenig Nahrung fanden“, sagt Papendieck. „Das hat viele Völker geschwächt.“
Außerdem, so meint er, hätten einige Imker die Vorsorge versäumt, so dass ihre Bienen den Milben gegenüber ohne Schutz sind.
Ob es nun tatsächlich an der Varroa-Milbe liegt oder nicht, die Folgen des Bienensterbens werden spürbar sein. „Die
Honigpreise steigen“, ist sich Papendieck sicher. Von dem süßen Nektar verzehrt jeder Deutsche im Durchschnitt immerhin eineinhalb Kilo pro Jahr. Doch vor allem die Imker, die ohnehin Nachwuchssorgen plagen,
trifft die Epidemie hart. „Viele der Älteren werden resignieren, wenn ihre Völker sterben, und nicht neu anfangen“, meint Schulz. Er kann der Situation aber auch etwas Positives abgewinnen: „Für junge Imker
ist ein solches Problemjahr eine gute Schule.“
www.imkerbund.de
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Meinung von Olaf Müller Bericht an Zeitungen und Fernsehen - (siehe auch: Artikel GAZ 5.4.2003)
verwandte Themen: >Beutenkäfer< >Kaschmir Bienen Virus<
betr.: Bienenimporte aus Übersee 31.3.2003
Die Imker in der Region sind in heller Aufregung. Nach dem massiven Bienenstreben der letzten Monate und mit der neuen Meldung: Kaschmir Bienen Virus in Deutschland nachgewiesen (siehe
unten, Bericht der BIENE), kommt heute die Meldung: 400 Bienenvölker werden in den nächsten zwei Wochen allein im Raum Bonn importiert. (100 vielleicht wirklich - Imker strunzen mehr als Angler!)
Ein Teil aus Süd- Italien, ein anderer Teil aber aus Chile !
Unsere Bienen brauchen jetzt vor allem erst mal ein paar Jahre Erholungspause, um sich an die bis jetzt aus Neuseeland und anderswoher eingeschleppten Milben und Viren anzupassen. In anderen fernen Ländern gibt es wieder andere Stämme dieser Schädlinge. Was erwartet man von dem Immunsystem der Bienen?
Die Auswirkungen könnten verheerender sein als das "Bienensterben", das wir jetzt erlebt haben. Die Veterinärämter sind leider machtlos, weil die Politik auf EU- Ebene zu träge ist.
Und die Importeure? Sind sie nur dumm oder handeln sie aus Gewinnsucht?
> Link zum Bericht der “Biene” zu Kaschmir Bienen Virus und Importen
diesen Text hier abgedruckt: Kaschmir Bienen Virus in Hessen gefunden
Meldung für Heft 5/2003 Das Bieneninstitut Kirchhain hat Folgendes mitgeteilt:
"In den zurückliegenden Monaten sind auf einigen Bienenständen in Hessen
plötzlich massive Völkerverluste aufgetreten. Im Rahmen einer gezielten Untersuchung von Bienenproben betroffener Völker hat das Bieneninstitut Kirchhain in 12 von 49 Proben Kaschmir Bienen Virus (KBV) nachweisen
können. Die 12 Positivproben stammen von sechs verschiedenen Bienenständen dreier räumlich beieinander liegender Imkereibetriebe. Proben aus anderen Landesteilen ergaben bisher keinen positiven Befund.
Der Nachweis erfolgte nach einer qualitativen, molekularbiologischen Nachweismethode, die auf einem 1995 von Stoltz et. al publizierten Protokoll basiert. Eine zwischenzeitlich vorliegende Sequenzanalyse und der
Abgleich mit Einträgen in internationalen Datenbanken bestätigen eindeutig die Zuordnung der gefundenen Sequenz zu KBV.
Verbreitung von KBV Bislang liegen positive Befunde für KBV-Befall von
Apis mellifera-Völkern für Kanada, USA, Australien, Neuseeland, Tasmanien, Papua-Neuguinea und die Fidschi-Inseln vor. Innerhalb Europas wurde bislang nur in einer Untersuchung in Spanien 1997 ein Befall mit KBV
nachgewiesen. Untersuchungen in Finnland, Großbritannien und Deutschland führten bislang stets zu Negativbefunden. Eine Verbreitung in Europa gilt daher bislang als unwahrscheinlich.
Das Ausmaß der
aktuellen Verbreitung in Hessen ist derzeit völlig unklar. Das Bieneninstitut Kirchhain versucht im Augenblick, durch eine gezielte Beprobung im Kontaktbereich der befallenen Stände und von ähnlichen Symptomen
betroffener Bienenstände eine zügige Aufklärung des Verbreitungsgrades vorzunehmen.
Pathologische Relevanz In Australien konnte KBV häufig als inapparente Infektion von Apis mellifera-Völkern
nachgewiesen werden. In einigen Fällen wurde ein auffälliges, aber regional begrenztes Völkersterben in Verbindung mit KBV dokumentiert. Verschiedene Autoren warnen vor einer gefährlichen Wechselwirkung zwischen
KBV und der Varroamilbe, die bislang nicht in Australien verbreitet ist. Aufgrund dessen haben Wissenschaftler und Imkerverbände in den letzten Jahren vor einer Einschleppung des KBV mit Bienenimporten,
insbesondere aus Australien und Neuseeland, nach Europa gewarnt.
Welche Bedeutung dem KBV für das aktuelle Völkersterben in Hessen zukommt, kann aufgrund der geringen Probenzahl und unzureichender
Kontrolluntersuchung im Augenblick noch nicht beurteilt werden. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass KBV neben dem Varroabefall der Völker entscheidend zu den Verlusten beiträgt.
Handlungsempfehlungen Aufgrund der Befürchtung, dass KBV erst in jüngster Zeit durch Bienenimporte aus den oben genannten Befallsregionen nach Hessen eingeführt worden sein könnte, ist eine gezielte
Untersuchung von im Verlauf der letzten beiden Jahre eingeführten Bienenvölker in Erwägung zu ziehen."
Das Bieneninstitut Kirchhain wird die in Deutschland tätigen Importeure auffordern,
Bienenproben zur Untersuchung auf Kaschmir Bienen Virus (KBV) einzusenden.
Es kann derzeit nicht ausgeschlossen werden, dass das Kaschmir Bienen Virus (KBV) durch frühere Importe aus Übersee eingeschleppt
worden ist. Nach dem vorliegenden Untersuchungsergebnis sollten Importeure und Imkerinnen und Imker, die Bienenvölker erwerben wollen, sich ihrer großen Verantwortung bewusst sein.
Warnung vor außereuropäischen Bienenimporten Wie in D.I.B. AKTUELL 1/2003, Seite 1, mitgeteilt, hat sich auf Initiative des D.I.B. COPA/COGECA für eine Verschärfung der Kontrolle von Bienenimporten
ausgesprochen.
Der ständige Ausschuss für Lebensmittel, Lebensmittelkette und Tiergesundheit, Sektion Tiergesundheit, bei der EU in Brüssel hat sich in seiner Sitzung am 10.3.2003 mit diesem Sachverhalt
befasst. In der Niederschrift ist Folgendes festgehalten:
"Einfuhr von Bienen aus Drittländern - Gefahr der Einschleppung des kleinen Beutenkäfers (Aethina Tumida) und der Tropilaelapsmilbe Grund
der Befassung des Ausschusses war ein gemeinsames Aide memoire von COPA und COGECA, das sowohl an die Kommission als auch an die Mitgliedstaaten gerichtet worden ist und in dem auf die Gefahr der Einschleppung
genannter Parasiten hingewiesen und Gegenmaßnahmen verlangt wurden. Nach der Tischumfrage hat bisher das Vereinigte Königreich (VK) die Einfuhr von Bienenköniginnen aus Australien bis Abschluss einer
Risikobeurteilung verboten, was es nur Australien und der Kommission mitgeteilt hat.... Frankreich bereitet eine Aussetzung sämtlicher Einfuhren von Bienen vor, würde aber wie andere Mitgliedstaaten eine
Problemlösung auf europäischer Ebene begrüßen. Die deutsche Delegation wies darauf hin, dass es im Jahr 2000 (Entscheidung 2000/462/EG) aufgrund der Probleme mit genanntem Käfer in Florida und angrenzenden
Bundesstaaten (Einschleppung aus dem südlichen Afrika) eine gemeinschaftsrechtliche Harmonisierung der Einfuhrbestimmungen für Bienen aus Drittländern unter Berücksichtigung des Schutzes vor Einschleppung vor
A.tumida gegeben hat. Die Kommission wurde aufgefordert, die bestehende Regelung unter Berücksichtigung der Verbreitung des Schadorganismus durch einen wissenschaftlichen Ausschuss überprüfen zu lassen. Dem
will die Kommission nachkommen."
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aus dem Bonner General Anzeiger vom 5.4.2003
sehr kritisch lesen
Den Artikel aus dem Bonner General Anzeiger vom 5.4.2003 gebe ich wieder - auch wenn einige Missverständnisse darin sind.
Bitte lesen Sie sehr kritisch die Aussagen von Herrn Maresch. Er hatte Bienen aus Neuseeland gekauft und will jetzt
wieder die Schuld am Bienensterben bei anderen ausmachen. Und glauben Sie nicht, das Bieneninstitut Oberursel, die Landwirtschaftskammer Münster oder Dr. Otten in Mayen seien dumm. Dazu auch die Stellungnahme von Dr. Koeniger,
Oberursel. Eine seriöse Zeitung sollte auch sehr vorsichtig sein mit Superlativen wie “der Größte!” Und: Wer hat jetzt noch Mut, neu an zu fangen als Imker? In unserem Verein lernt , man wie es geht! Imkerei macht immer noch Spaß. (Kommentar: Olaf Müller) siehe auch >Imker sind gegen Bienenimporte<
Die Klosterbiene kämpft mit der Varroamilbe
In der Region ist ein Großteil der Bienen gestorben - Die Honigpreise werden wohl leicht steigen, und die Obstbauern bleiben noch gelassen
Von Marion Stuke und Evelyn Stolberg
Vorgebirge. Ursprünglich lebte die "Buckfast Bee" in einem englischen Klostergarten. Mittlerweile ist
die Honigbiene auch in unserer Region heimisch. Imker schätzen sie, weil sie sehr friedlich ist und
fleißig arbeitet. Ganz so fleißig wie sonst wird sie in diesem Jahr nicht von Blüte zu Blüte fliegen: Zahlreiche Bienenvölker wurden in den vergangenen Monaten im Rheinland ausgerottet.
Der Grund dafür ist klein, braun, mit dem bloßen Auge zu erkennen und trägt den Namen Varroamilbe.
Alle Bienenvölker in Deutschland sind von ihr befallen. Sie entwickelt sich in der Bienenbrut. In großen Mengen schwächt sie das Immunsystem der Tiere und sorgt so dafür, dass sich Viruskrankheiten
ausbreiten, dass der Bienennachwuchs verkrüppelt ist, die Flügel beispielsweise zu klein oder unförmig wachsen.
Klaus Maresch, der eine der größten Imkereien der Region betreibt, hat von seinen rund 150 eingewinterten Bienenvölkern zwei Drittel durch den Parasit verloren - obwohl er seine Tiere, die in
Stöcken auf der Rheinschiene zwischen Pützchen und Unkel leben, nach den empfohlenen Richtlinien der Bieneninstitute gegen die Varroamilbe behandelt hat. "Ein Fachberater für Bienenzucht der
Landwirtschaftskammer Westfalen/Münster vermutet, dass in der Nachbarschaft ansässige Imker ihre Bienen nicht oder zu spät gegen die Milbe behandelt haben. Diese Bienen haben vermutlich meine
Bienenvölker reinfiziert." Eine These, die auch Christoph Otten, Experte des Fachbereichs Bienenkunde der Staatlichen Lehr-
und Versuchsanstalt (SLVA) in Mayen, vertritt. Dass sich Maresch am Mittwoch Bienenvölker aus Chile
hat einfliegen lassen, um seine Verluste auszugleichen, kritisiert Otten: "Es ist gefährlich, Tiere aus fremden Kontinenten zu importieren, weil sie neue Krankheiten mitbringen könnten.
Die Varroamilbe etwa stammt aus Ostasien und wurde durch importierte Bienen nach Europa eingeschleppt." Maresch, der für 40 Imker in der Region rund 150 Pakete Bienen gekauft hat - jedes
mit rund 30 000 Bienen - hält Ottens These für "völligen Quatsch. Ich habe mit dem Bieneninstitut in
Oberursel telefoniert. Die sagten mir, Chile sei ein völlig unbedenkliches Land. Als ich dem Institut
anbot, vorsichtshalber Proben meiner neuen Tiere zu schicken, haben die abgewunken." Laut Otten,
der hunderte Imker im Rheinland befragt hat, sind durch die "Varroa destructor" im Regierungsbezirk Köln 30 Prozent aller Bienen gestorben. Im Vorgebirge dürfte der Prozentsatz nach
Expertenschätzungen noch höher liegen.
"Normalerweise verliert man nur rund 15 bis 20 Prozent der Bienen im Winter." Neben der Varroamilbe
ist in Hessen ein weiteres Virus gefunden worden: das Kaschmir-Bienen-Virus. Bislang kam es nur in
Übersee vor. Otten: "In Großbritannien ist der Bienen-Import verboten. In Deutschland setzen wir uns
auch dafür ein, dass nur noch Bienen, die aus Europa stammen, importiert werden dürfen." Dafür plädiert auch Olaf Müller, Bio-Imker in Alfter-Impekoven.
"Abgesehen von den Krankheiten, die importierte Bienen einschleppen können, brauchen sie auch viel
zu lange, um sich einzugewöhnen." Müller, Vorsitzender des Imkervereins zum Schutz der Wild- und
Honigbienen im Vorgebirge, hat ein Drittel seiner Völker durch die Milbe verloren. Ab Mai will Müller
versuchen, neue Völker aufzubauen, indem er alte trennt, die einen Überschuss an Bienen haben. "So
kann ich meinen jetzigen Bestand immerhin verdoppeln und noch eine gute Honigernte erzielen." Anderen Imkern im Vorgebirge ist es noch schlechter ergangen. Pia Caspari, Hobbyimkerin aus
Meckenheim, konnte kein einziges ihrer 15 Völker durch den Winter bringen: "Meine Imkerei liegt am
Boden." Interesse an Import-Bienen hat sie nicht: "Für mich kommt nur die bewährte deutsche Carnica-Biene in Frage." Wegen des Bienensterbens sind jedoch kaum noch deutsche Völker zu
kaufen.
Betroffen sind auch die Obstbauern, die ihre Pflanzen von Bienen bestäuben lassen, zum Beispiel
Hubert Bois aus Meckenheim. Sechs Bienenvölker, die fürs Bestäuben auf seinen Feldern zuständig waren, sind umgekommen. Lothar Krämer aus Meckenheim, der Bio-Obst zieht, gehört nicht zu den
Betroffenen. Er setzt keine Bienen ein, verlässt sich in Sachen Bestäubung auf andere Insekten wie Hummeln oder Fliegen. "Aber natürlich ist die Bestäubung per Bienen sicherer.
Deshalb werden die Imker ihre Daseinsberechtigung behalten." Bienenkundler Professor Dieter Wittmann von der Universität Bonn steht in puncto Varroa-Milbe "vor einem Rätsel". Versuche,
Varroa-resistente Bienen zu züchten, sind gescheitert. Dass die Zahl der Imker und Bienenvölker in Deutschland dramatisch abnimmt - in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 20 Prozent -, habe
aber nur bedingt mit der Varroa-Milbe zu tun: "Bienenhaltung wird immer komplizierter. Hobby-Imker sind inzwischen vor allem Krankenpfleger. Imkerei macht keinen Spaß mehr." (04.04.2003)
Dazu die Stellungnahme von Dr. Koeniger, Oberursel: Sehr geehrter Herr Müller, Dank fuer Ihre Mails. Ich habe folgende Nachricht an die Bonner Zeitung geschickt.
MfG N.K Bienenimporte aus Übersee
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie haben kürzlich in einem Artikel über die Verluste von Bienenvölker einen Imker zitiert, der angeblich
von unserm Institut eine Auskunft über die Unbedenklichkeit von Bienenimporten aus Südamerika erhalten haben will.
In krassem Gegensatz zu der Aussage des o.a. Imkers sind wir, wie auch die Kollegen aus den
anderen Bieneninstitute der Ansicht, dass Importe von Honigbienen aus Übersee generell mit großen und wenig abschätzbaren Risiken verbunden sind. Es gibt in Europa nur unzureichende
Quarantäneeinrichtung und daher bedeutet jeder Import eine Gefährdung der heimischen Bienen durch Einschleppung von exotischen Krankheiten und „neuen“ Parasiten. Vor dem Hintergrund der
erheblichen Bienenverluste des letzten Winters empfehlen wir die entstandenen Lücken durch eine gezielte Vermehrung der glücklicherweise dazu noch ausreichenden, vorhandenen Bestände zu
schließen. Vom Import aus Übersee und dem Erwerb solcher Bienenvölker raten wir allen Imkern ab.
Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie höflich bitten, zukünftig mit uns Rücksprache zu halten, bevor
Feststellungen veröffentlicht werden, die sich auf unser Institut beziehen.

Mit freundlichen Grüssen N. Koeniger Institutsleiter
Hier die “Gegendarstellung” im Bonner General Anzeiger am 9.4.2003: (Ob das Bienen Institut Kirchhain davon weiß?)
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Hier die Meinung von Klaus Berndt vom Imkerverein Siebengebirge, die sicher
auch alle Imkerkollegen in der Region unterschreiben würden: aus Bonner General Anzeiger online (von der Zeitung gekürzt) Imker sind gegen Bienenimporte
Imker aus dem Siebengebirge wehren sich gegen Schuldzuweisungen
Siebengebirge.
(syn) Die Imker des Siebengebirges haben die herben Verluste der Bienenvölker ihres Kollegens Klaus Maresch "mit Bestürzung" aufgenommen. Mareschs Vorwurf an die Nachbarimker, seine Völker hätten sich an deren unzulänglich gegen die Varroamilbe behandelten Völkern reinfiziert (der GA berichtete), weist der Imkerverein Siebengebirge jedoch vehement zurück.
Klaus Berndt, zweiter Vorsitzender des
Imkervereins und Leiter der Arbeitsgemeinschaft Imkerei an der Jugenddorf-Christophorusschule Königswinter sagt: "Wir konnten eine akzeptable Auswinterungsquote unserer Bienenvölker feststellen.
Wenn Herr Maresch trotz starker Streuung seiner Standplätze auf der Rheinschiene zwei Drittel seiner Völker verloren hat, so muss er sich fragen lassen, ob er den Verlust seiner Völker nicht selber zu
verantworten hat."
"Sicherlich können wir Hobbyimker bei überschaubarer Völkerzahl dem Einzelvolk mehr Zeit widmen, um es gesund zu halten. Im vorliegenden Fall wurden seine
zusammenbrechenden Völker jedoch zu einem Infektionsrisiko für unsere überwiegend gesunden Bienenvölker. Wie es auch passiert sein mag: Wir alle möchten trotz Rückschlägen durch die mit
Bienenimporten eingeschleppte Varroamilbe weiterimkern."
Mutmaßungen und einseitige Schuldzuweisungen brächten die Imkerschaft nicht weiter. Die Mitglieder des Imkervereins Siebengebirge
betonen noch einmal, dass sie gegen Bienenimporte sind, weil diese unabschätzbare Risiken bergen. Tiere aus dem Ausland könnten Krankheiten oder Parasiten mit einschleppen. Dass Maresch Bienen aus
Chile hat importieren lassen, bezeichnen die Siebengebirgs-Imker als "inakzeptabel". 11.4.2003
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