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Bienenbeutenkäfer
Eine Gefahr für die europäische Bienenhaltung? Entgegen anders lautenden Aussagen ist der kleine Beutenkäfer (Aethina tumida) bisher in Europa nicht festgestellt worden. Stand 11.07.2000
Große Gefahr der Einschleppung besteht durch Bienenimporte!
Die bis heute bekannte Verbreitung dieses Bienenschädlings ist auf den afrikanischen Kontinent und Nordamerika (USA) beschränkt.
Während das tropische Afrika als natürliches Verbreitungsgebiet gilt, wurde der
Beutenkäfer erstmals 1998 in Florida im Zusammenhang mit Völkerzusammenbrüchen festgestellt. Man vermutet, dass er auf unbekanntem Wege eingeschleppt wurde. Inzwischen hat er bedingt durch weiträumige
Bienentransporte eine Ausbreitung bis in die nördlichen Staaten der USA erfahren.
Die Überlebensfähigkeit des kleinen Beutenkäfers ist somit nicht auf tropische und subtropische Klimabereiche beschränkt.
Eine besondere Gefahr für die europäische Bienenwirtschaft wird darin gesehen, dass regelmäßige Paketbienentransporte aus überseeischen Regionen,
auch aus Nordamerika, nach Europa stattfinden. Eine Einschleppung kann - wenn überhaupt, dann nur- durch striktes Unterlassen von Bienenimporten aus den USA verhindert werden.
Aussehen: Der dunkelbraun bis schwarz gefärbte Käfer ist 5 bis 7 mm lang und lebt
im Bienenstock, wo er seine zahlreichen Eier ablegt. Die ausschlüpfenden Larven, die kurz vor der Verpuppung bis zu 11 mm Länge erreichen, wachsen innerhalb von vier Wochen wieder zu erwachsenen Käfern heran. Die
Verpuppung erfolgt außerhalb des Stockes im Erdreich.
Auswirkungen: Larven wie auch erwachsene Käfer ernähren sich von Bienenbrut, Honig-
und Pollenvorräten, daher kommt es in befallenen Völkern zu erheblichen Schäden. Die von Fraßgängen durchsetzten Waben weisen einen säuerlich gärigen bis fauligen Geruch auf, Honigwaben werden für die Ernte
unbrauchbar. Bei starkem Befall ziehen die Bienenvölker als Notschwärme aus. Da der Käfer auch außerhalb des Bienenvolkes überlebensfähig ist (er lebt hier bevorzugt auf fauligen Früchten), gestaltet sich seine
Bekämpfung in den Verbreitungsgebieten besonders schwierig.
Dr. D. Mautz Erlangen, 11.07.00
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