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5: Mai 2011 - jetzt ist der Film in Deutschland in den Kinos >> http://www.mittenimsturm-derfilm.de/
Die deutsche Synchronstimme für Emily Watson überzeugt mich nicht - zu sehr gehaucht, irgendwie auf TV Serienniveau. Versuchen sie, statt ins Kino
zu gehen, besser eine Oriiginal DVD in Englisch zu bekommen.
Zu dem Film die Verleihinformationen > pdf <
Ein Trailer läuft bei >Youtube< Januar 2011 - leider ist der Film in Deutschland noch immer nicht erschienen.
Will niemnad einen Film, der dieSchrecken der Stalinzeit kritisch darstellt?
Aktuell Januar 2011: jetzt erscheint die DVD in Englisch mit niederl. Untertiteln >hier z.B.< Ein Nachsatz vorweg im Januar 2011: Das mit dem Heilen durch Bienengift kommt im fertigen Film
garnicht vor - einfach weggelassen - schade drum.
neu 6/2009 ein Blog Artikel > Reel People: Emily Watson is Evgenia Ginzburg
Bienen Info 1/ 2008 Wald und Wiesen Imkerei Olaf Müller - www.biohonigbonn.de
Bienenstunt im Spielfilm - der WDR berichtete im Bonner Fenster darüber.
Erlebnisbericht, Olaf Müller, www.biohonigbonn.de - unten: Bilder und Links
Am 26. März 2008 wurden in der Schavener Heide bei Kommern einige
Außenaufnahmen für den Spielfilm "Within the Whirlwind" gemacht. Darin werden in einer kurzen Szene Bienen in ein Glas gesammelt. Von der Produktionsfirma Tatfilm war ich mit lebenden Bienen als
Händedouble und mit Bienen in Gläsern bestellt worden. Die Bienen sind alle am Abend wieder heil in ihr Volk zurück gebracht worden. Verfilmt wurde die Autobiographie der Russin Jewgenia Ginsburg
(Buchtitel in Deutsch: Marschroute eines Lebens und Gratwanderung) Die Geschichte spielt im stalinistischen Russland und erzählt von kaum vorstellbaren Leiden in Gefängnissen und Straflagern. Und von dem
Überleben Jewgenias, die in dieser Hölle ihre Menschlichkeit bewahren kann. Der Film soll im Frühjahr 2009 in die Kinos kommen. Es ist ganz großes Kino in internationaler Produktion.
Regisseurin ist Marleen Gorris. Für ihren Film "Antonias Welt" hatte sie einen Oscar bekommen. Jewgenia / Evgenia wird dargestellt von Emily Watson. Der Kameramann ist Arkadiusz Tomiak
Die männliche Hauptrolle ist die Figur des Arztes Dr. Anton Walter, dargestellt von Ulrich Tukur. Und damit sind wir wieder bei den Bienen. Dr. Walter ist Homöopath und Naturheiler und setzt
Bienenstiche gegen Gelenkschmerzen ein. Und dazu sammelt er Bienen ein, während er Heilkräuter pflückt. Ich durfte dazu beitragen mit Bienen in einem Glas. Das Glas musste in etwa
russischen Marmeladengläsern um 1940 entsprechen. Es gab damals dort noch keine Schraubdeckel. Bienen mit den Fingern zu halten ist für mich als Imker liebe Gewohnheit.
Regisseurin, Kamerateam, Schauspieler ließen es sich vorführen. Für eine Nahaufnahme "Doktor steckt Biene in Glas" stand ich bereit. Doch beim großen Kino ist alles möglich - die Szene wurde
fallengelassen. Das Bienenglas wurde aber im Film verewigt.
Für einen Filmfreund wie mich war das alles ein großartiges Abenteuer - sechs Stunden in der
regnerischen Voreifel am Filmset! Der technische Aufwand wäre Nichteingeweihten sicherlich übertrieben vorgekommen. Ein Tross von 20 Wagen war dort in der Heide aufgereiht auf der
Schotterpiste, die sonst für Panzerwagen da ist. Die Schavener Heide ist auch Truppenübungsgelände. Das große Team, etwa 30 Personen, wollte gut versorgt sein. Es hat mich
nachhaltig beeindruckt, diese Teamarbeit mit zu erleben. Beseelt von Vorgaben der Regisseurin wurde alles Benötigte 200 Meter weit über einen sich mehr und mehr in Matsch verwandelnden
Waldweg getragen und gekarrt. Der schwere Kameraschlitten, Schienen dazu, die Doppelkamera – man filmt auf herkömmlichen Film und gleichzeitig digital zur schnellen Beurteilung der
Aufnahmen. Tonaufzeichnungsgeräte mit etlichen Mikrofonen an Kabeln und per Funk. Über Funk läuft auch weitgehend die Verständigung im Team. Einige Scheinwerfer und meterhohe
Stoffwände werden aufgestellt. Das ergänzende Licht fällt sehr mild und fein gestreut auf die Szene. Und, nicht anders als in Hollywood, die Klappstühle für Stars und Regie sind dabei.
Die Requisiteure haben Kräuterstauden eingepflanzt, und genau notiert wo, um sie nachher wieder
mit zu nehmen. Die Heidelandschaft wird nicht verändert. Alles fertig, die Proben beginnen. Und bald eine erste Aufnahme: Anton und Genia schlendern durch die Taiga, pflücken hier ein Kraut und
dort, und sammeln eine Biene in ein Glas. Anton: „Diese kleinen Kerle brauche ich für meine Apotheke. Ihr Stich heilt Gelenkschmerzen.“ Alles in Englisch, der Basissprache am Set. Es folgt
eine zweite Aufnahme, eine dritte – doch Stopp: ein Düsenflugzeug stört den Ton. Fünf Minuten Unterbrechung. Es folgt ein Hubschrauber. Nach vielen „Takes“ aus mehreren Blickwinkeln folgt
noch eine kleine Szene (5 Mal), die die Ankunft darstellt. Man merkt, dass es bald dunkel wird. Fast allen ist Erschöpfung anzumerken. Und wieder der Ruf der Regisseurin: „Cut!“ Und diesmal ist es
der letzte Aufnahmeschnitt für diesen Film. 48 Drehtage unter anderem in Polen sind erfolgreich beendet. Freude und Erleichterung und Feierlaune ergreifen dasTeam.
Die Begegnung mit der Regisseurin Marleen Gorris wird mir im Gedächtnis bleiben. Ruhig und
sehr freundlich erreicht sie das, was sie für den Film von Darstellern und Team erwartet. Auf das fertige Werk dürfen wir im Herbst gespannt sein. Ulrich Tukur hat mich sehr angenehm überrascht.
Er spielt doch gerne mal böse, hinterhältige Figuren. Der Mensch Tukur ist dagegen sehr freundlich und aufmerksam. Er wollte genau wissen, ob das auch stimmt, was er da als Dr. Walter sagt. Ich
konnte es bestätigen. Die arthritischen, schmerzenden Finger meiner alten Mutter haben unsere Familienbienen mit zwei Stichen nachhaltig geheilt.
Olaf Müller
Internetlinks zu Eugenia Ginsburg: http://eugenia-ginzburg.org http://de.wikipedia.org/wiki/Jewgenija_Semjonowna_Ginsburg
http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/evgenia-semionovna-ginzburg/
Über den Fim (IMDb): http://www.imdb.com/title/tt1142804/
Über Heilanwendungen mit Bienenerzeugnissen: >Heilkraft von Honig und Co.<
>Apitherapie<
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